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public-l - Re[4]: [DENICpublic-l] Pressemitteilung: Providerwechsel mit AuthInfo – Schnell, sicher, zuverlässig

public-l AT list.denic.de

Subject: Public DENIC mailinglist

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Re[4]: [DENICpublic-l] Pressemitteilung: Providerwechsel mit AuthInfo – Schnell, sicher, zuverlässig


Chronological Thread 
  • From: "Matthias Klaus (TAL.DE)" <klaus AT tal.de>
  • To: Sabine Dolderer/Denic <dolderer AT denic.de>
  • Cc: fw AT deneb.enyo.de, Matthias Maier/Denic <maier AT denic.de>, <owner-public-l AT denic.de>, Public-L <public-l AT denic.de>
  • Subject: Re[4]: [DENICpublic-l] Pressemitteilung: Providerwechsel mit AuthInfo – Schnell, sicher, zuverlässig
  • Date: Wed, 19 Nov 2008 13:20:50 +0100
  • List-id: public-l <public-l.list-id.denic.de>
  • Organization: TAL.DE


Hallo Frau Dolderer,

> 1. Der Domaininhaber möchte, dass seine Domain durch ein anderes
> DENIC-Mitglied verwaltet werden soll. Dazu gibt es das Verfahren des
> Providerwechsels. Dieses werden wir in Zukunft durch die Einführung
> eines dedizierten Passworts für diesen Wechsel absichern. Dadurch
> erreichen wir, dass eine Domain nur zu einem Provider umzieht, dem
> der Kunde sein Passort mitgeteilt hat. Dadurch sind Fälle, wie
> google.de zuküftig besser abgesichert.

sie sind nun besser abgesichert, jedoch bestand nie wirklich das
Problem, dass durch einen technischen oder menschlichen Fehler eine
Domain ungewollt und unwiderruflich an einen Dritten übertragen
wurde. Diese Erweiterung ist schön und zeitgemäß, "nice to have",
aber wirklich gefährliche Fehlerquellen werden dadurch nicht
beseitigt.

> 2. Der Domaininhaber möchte seine Domain löschen. Dies kann er bei
> seinem Provider beauftragen, dieser wird diesen Wunsch prüfen und
> kann ihn dann mittels einer sicheren elektronischen Schnittstelle bei uns
> umsetzen.

> 3. Das Mitglied bzw. ein Provider weiss nicht, was der
> Domaininhaber möchte, aber das Vertragsverhältnis, welches auch die
> Domainverwaltung begründet, existiert nicht mehr, z.B. wegen dem von
> Dir angesprochenen Fall der Insolvenz. Auch dies kann das Mitglied
> uns mitteilen und dafür haben wir das sog. Transitverfahren. Dieses
> Verfahren ist vergleichbar und sogar wesentlich besser für den
> Domaininhaber als die in anderen Domains übliche redemption grace periode,
> da wir hier,

ich finde es schade, dass Sie hier zwar gebetsmühlenhaft die
unendlich lange bekannten Mechanismen der Robots erklären, jedoch auf
das angesprochene Problem mit keinem Wort eingehen.

> 1. Es gibt ein "sicheres" Verfahren für Provider, die nicht wissen,
> was ihr Kunde möchte und es wird von den Providern auch genutzt,
> schon um die eigenen Haftung gering zu halten.

Zunächst einmal möchte ich die DENIC zu ihrem glaube ich recht einzig-
artigen Transit-Verfahren beglückwünschen. Ich halte diesen Service
für extrem nutzerfreundlich, sowohl für die Domaininhaber wie für die
DENIC-Mitglieder. Es gibt - wie Sie schon sagen - dem DENIC-Mitglied
die Möglichkeit jegliches Restrisiko bei der Domainlöschung aus-
zuschliessen.

> 2. Es gibt selbst im Transitverfahren, viele Domaininhaber, die
> glauben, die Löschung bereits über ihren Provider beauftragt zu
> haben. Diese reagieren (leider) oft mit sehr viel Unverständnis auf
> unsere Schreiben - bis hin zur Beschwerden bei der
> Verbraucherzentrale :-(. Es macht keinen Sinn, hier noch mehr Unmut und
> Unverständnis zu erzeugen.

Das finde ich interessant. Könnte es vielleicht sein, dass einige
DENIC-Mitglieder unnötig oft das Transit-Vefahren zur für sie selbst
risikolosen Domainlöschung einzusetzen und explizite Löschungen nur im
Einzelfall durchzuführen? Also gerade *weil* es keine Grace-Period
gibt? Sie schreiben weiter unten, dass es ein 70:30 Verhältnis zwischen CLOSE
und TRANSIT- Aufträgen gäbe. Auch das ist für mich ein starker
Indikator dafür, dass Mitglieder ein CLOSE vermeiden und lieber
zum TRANSIT greifen. Was natürlich sowohl DENIC, dadurch auch die
übrigen Mitglieder kostenmäßig belastet und den Domaininhabern
ebenfalls weiteren bürokratischen Aufwand zumutet.

> 2. Es gibt keine Gründe, einem Domaininhaber, der dies möchte, die
> Löschung seiner Domain zu verwehren.

Natürlich nicht. Aber ich behaupte, dass es in 99,9% aller
Domainlöschungen vollkommen gleichgültig ist, ob seine Domain nach der
Löschung sofort oder erst nach 40 Tagen wieder von Dritten neu
registriert werden kann. Und in den restlichen Fällen dürfte es
vermutlich auch jemanden geben, der einen DISPUTE-Antrag gestellt hat,
in diesen Fällen könnte man ja tatsächlich die Domain sofort an den
Antragsteller übertragen, wie dies heute ja auch geschieht.

> 3. Gerade auch in dem von Dir angesprochenen Dropcatching Markt
> gibt es viele Kunden, die Domains registrieren, nach
> Werbewirksamkeit bewerten und kurz darauf wieder löschen. Auch hier
> würde es keinen Sinn machen, diese Domains zunächst für die
> Neuregistrierung zu blockieren und durch ein aufwändiges Verfahren zu
> löschen.

Als ich den Beitrag von Ralf Babel gelesen hatte dachte ich zuerst,
eigentlich eine Unverschämtheit, den DENIC-Verantwortlichen eine
derartige Affinität zu Domaingrabbern zu unterstellen, ja sogar
anzudeuten, DENIC wolle wegen des Umsatzes mit Dropcathing ein
Verfahren verhindern, das der Masse der "normalen" Domaininhaber
viel Sicherheit brächte.

Ich bin mir nach ihren Worten nun nicht mehr ganz so sicher, was ich
davon halten soll. Ich finde zwischen den Interessen aller
Domaininhaber, die ihre Domain dauerhaft und langfristig für ihre
Zwecke nutzen und den Interessen von Dropcatchern sollte ganz
entschieden differenzieren. Ganz ehrlich, ich finde dieses Argument
von Ihnen völlig daneben. Ich kenne mich in der Szene nicht aus,
mag sein, dass es eine Reihe Domainnamen gibt, die auf diese Weise
incl. der Graceperiode viel länger von Dropcatchern belegt werden,
aber dann handelt es sich doch bei solchen Domainnamen doch nun
wirklich um Spielbälle dieser Szene, für die ansonsten niemand
Verwendung hat. Und selbst wenn man dieses Problem lösen wollte,
gäbe es dafür sicher auch einfache Lösungen, man könnte ja etwa
die Grace-Period an eine Mindest-Registrierungsdauer koppeln,
z.B. 1-2 Monate. Damit wäre den allermeisten langfristigen
Domaininhabern geholfen und DENIC entgeht kein Geschäft mit
Domaingrabbern.

Oder könnte es sein, dass dieses Geschäft für DENIC bedeutender
ist, als ein naives DENIC-Mitglied wie ich vermutet? Existieren
dafür vielleicht interne Zahlen, wenn ja, dürften wir die bitte
mal erfahren? Es müßte doch durch eine DB-Query leicht möglich
sein zu ermitteln, wieviele Neuregistrierungen von Domains
(inkl. Mehrfachregistrierungen) innerhalb von z.B. 3 Monaten
wieder gelöscht wurden. Das könnte man dann ja mal in Relation
zu der Gesamtanzahl Neuregistrierungen setzen und so erfahren,
wieviel das prozentual ausmacht. Mich würde das durchaus mal
vor diesem Hintergrund interessieren, deshalb bitte ich hiermit
offiziell darum, wenn ich darf, diese Zahl genannt zu bekommen.

Mit freundlichem Gruss

Matthias Klaus

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